Eigenbedarfskündigung mehr wissen · besser mieten · schöner wohnen

Was ist Eigenbedarf? Was sagt das Mietrecht.

Gerade in Ballungsgebieten gestaltet es sich mitunter schwierig, geeigneten und zudem bezahlbaren Wohnraum zu finden. Nicht selten kommen zwanzig oder mehr Interessenten zu einer Wohnungsbesichtigung. Immer mehr verkommt so die Wohnungssuche in Großstädten zu einem quälenden Langzeitprojekt, das von zahlreichen Kompromissen geprägt ist.


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Hat man dann doch eine geeignete und günstige Wohnung gefunden, ist es umso ärgerlicher, wenn die Kündigung wegen Eigenbedarf ins Haus flattert. Hier informieren wir dich darüber, was im Mietrecht zum Thema Eigenbedarf festgeschrieben ist, unter welchen Umständen Eigenbedarf angemeldet werden kann und was du als Mieter tun kannst, um dich gegen eine Kündigung wegen Eigenbedarf zu wehren.


Was ist Eigenbedarf?

Ist eine Wohnung oder Immobilie vermietet und benötigt der Vermieter nun diesen Wohnraum für sich selbst oder einen Angehörigen, kann Eigenbedarf angemeldet werden. Eigenbedarf ist der häufigste Grund für eine Kündigung des Mietvertrags durch den Vermieter. Es handelt sich dabei um eine ordentliche Kündigung, die gesetzlich festgeschrieben ist.

Allerdings können nur natürliche Personen Eigenbedarf als Kündigungsgrund angeben. Eine GmbH, AG oder andere juristische Person können dies nicht. Bei Personengesellschaften ist zu differenzieren: eine Offene Handelsgesellschaft (OHG) oder Kommanditgesellschaft (KG) ist nicht berechtigt, wegen Eigenbedarf zu kündigen, eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) unter Umständen schon.


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Ist die Kündigung der Wohnung wegen Eigenbedarf berechtigt, muss der Mieter die Wohnung / Immobilie räumen. Um aber einen Missbrauch durch den Vermieter zu vermeiden, ist die Eigenbedarfskündigung an zahlreiche Regeln gebunden. Das deutsche Mietrecht gilt als besonders mieterfreundlich, weshalb eine Kündigung wegen Eigenbedarf gut vorbereitet sein sollte. Nicht selten kommt es zum gerichtlichen Streit.