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Drei Dinge, die Mieter beim Einzug unbedingt beachten sollten

Hat man endlich eine passende Wohnung für sich gefunden, ist die Freude groß. Doch solltest du beim Einzug ins neue Zuhause nicht zu blauäugig sein. Damit du das neue Wohngefühl ungetrübt genießen kannst, sind einige wichtige Punkte zu beachten.


Mietvertrag genau prüfen

Klingt zwar selbstverständlich – ist es aber nicht. Bevor du den Mietvertrag unterzeichnest, solltest du ihn genau durchlesen. Kommt dir eine Klausel seltsam vor, kann auch der Rat eines Anwalts hilfreich sein. Denn Vertrag ist Vertrag – nach der Unterzeichnung ist der Mietvertrag für Mieter und Vermieter gleichermaßen bindend.

Du solltest vor allem auf die Kündigungsfrist achten und die im Vertrag angegebene Quadratmeterzahl sowie eventuell vorgesehene Mieterhöhungen überprüfen. Als Tierhalter ist es wichtig zu prüfen, ob die Tierhaltung laut Vertrag überhaupt erlaubt ist. Auch die Gartenpflege und Hausordnung sowie die eventuelle Übernahme von Schönheitsreparaturen sollten vertraglich geregelt sein.

Nimm dir genügend Zeit und geh den Mietvertrag Punkt für Punkt durch. Bestehen Lücken im Vertrag oder kommen Fragen auf, sollten diese vor der Unterschrift geklärt werden. Sondervereinbarung zwischen Mieter und Vermieter sollten unbedingt schriftlich fixiert werden. Verlass dich hier auf keinen Fall ausschließlich auf mündliche Zusagen – diese sind bei späteren Streitigkeiten nämlich nicht rechtswirksam.


Auf Mietkaution achten

Die Mietkaution darf maximal drei Nettokaltmieten betragen. Sie dient dem Vermieter zur Absicherung eventuelle Forderungen, die im Laufe des Mietverhältnisses entstehen könnten.

Hierzu zählen zum Beispiel Mietausfälle, ausstehende Betriebskostenzahlungen oder am Objekt entstandene Mietschäden. Der Vermieter darf während der Mietzeit auf die gezahlte Kaution allerdings nur dann zurückgreifen, wenn die Forderung tatsächlich begründet ist. Hier sind das Einverständnis des Mieters oder ein gerichtlicher Beschluss zwingend notwendig.

Die Kaution kann auch in Raten abgezahlt werden. Über die Form müssen sich beide Parteien einig sein. Die am häufigsten gewählte Form ist die Barkaution. Der Vermieter ist verpflichtet, diese auf ein separates Konto zu überweisen und spätestens sechs Monate nach Mietende inklusive Zins und Zinseszins an den Mieter zurückzuzahlen. Achte im Mietvertrag auf jeden Fall auf entsprechende Kautionsregelungen.


Übergabeprotokoll anfertigen

In einem Übergabeprotokoll werden alle Mängel oder Schäden dokumentiert, die bereits vor dem Einzug in die neue Wohnung vorhanden waren. Hier sollte alles detailliert und gewissenhaft aufgeschrieben werden, um eventuellen Ärger beim Auszug zu vermeiden. Das Protokoll sollte sowohl vom Mieter als auch vom Vermieter unterzeichnet werden – im Anschluss erhalten beide ein Exemplar.

Im Übergabeprotokoll sollte der Zustand von Wänden, Böden, Decken sowie Einbauten in Bad und Küche festgehalten werden. Zudem sollte protokolliert werden, ob alle elektrischen Geräte, Heizkörper, Fenster und Türen ordnungsgemäß funktionieren. Eine akribische Vorgehensweise ist hier von Vorteil – Fotos helfen bei der detaillierten Dokumentation.

Auch Zählerstände von Heizung, Strom und Wasser müssen schriftlich festgehalten werden. Es empfiehlt sich ebenfalls, die Anzahl der übergebenen Schlüssel zu notieren sowie die Beseitigungspflicht des Vermieters festzuhalten, damit später ein mangelhafter Zustand nicht als vertragsgerecht angesehen werden kann. Auch beim Auszug sollte der Zustand der Wohnung noch einmal dokumentiert werden.

Beachtest du diese Punkte beim Einzug in die neue Wohnung, sind böse Überraschungen weitgehend ausgeschlossen. Sollten doch Streitigkeiten auftreten, hast du eine gute Verhandlungsgrundlage.