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Was tun wenn die Wohnung bei Mietbeginn nicht beziehbar ist? Diese Ansprüche haben Mieter

Du hast eine neue Wohnung gefunden? Der Mietvertrag ist unterschrieben, die alte Wohnung gekündigt und ein Nachmieter bereits gefunden. Du hast bereits alle Umzugsvorbereitungen getroffen - doch kurz vor dem vereinbarten Einzugstermin teilt der neue Vermieter mit, dass die Wohnung noch nicht beziehbar ist?

Diese unerfreuliche Situation kommt leider häufiger vor, als man denkt – doch was tun?

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Rechte des Mieters

Laut § 535 Abs. 1 BGB ist der Vermieter verpflichtet, den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren. Die Mietsache ist in einem zum vertragsgemäßem Gebrauch geeigneten Zustand zu überlassen.

Kann der Vermieter diese Pflicht nicht erfüllen, haftet er gegenüber dem Mieter für daraus entstandene Schäden. Dabei ist irrelevant, aus welchen Gründen die Wohnung nicht bezugsfertig ist und ob diese Gründe vom Vermieter verschuldet sind.

Kann die Wohnung zum vereinbarten Einzugstermin nicht vom Mieter bezogen werden, kann er die Miete um 100 Prozent mindern. Bei der Kaution kann der Mieter ein Zurückbehaltungsrecht geltend machen, bis der Einzug möglich ist. Auch durch den verspäteten Einzug entstandene Schäden wie zum Beispiel die Kosten einer Ersatzunterkunft, die Einlagerung der Möbel oder vergeblich aufgewendete Umzugskosten für Umzugswagen und Umzugshelfer kann der Mieter geltend machen.


Sollte die Wohnung für längere Zeit nicht beziehbar sein, kann der Mieter den Mietvertrag auch fristlos kündigen. Sollte die neue (etwa gleichwertige) Wohnung teurer sein, kann der Mieter für die ersten drei Monate des Mietverhältnisses die Mietdifferenz als Schaden geltend machen.

Empfehlenswert ist in jedem Fall, dass sich der Mieter Rat bei einem spezialisierten Rechtsanwalt einholt. Denn oft sind die Umstände des jeweiligen Einzelfalles am Ende rechtsentscheidend.


Mit einem Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht auf der sicheren Seite

Wer rechtliche Fragen zu seinem Mietverhältnis hat, sollte sich Rat bei einem Fachanwalt einholen. Dieser weiß auf mietrechtliche Fragen die richtigen Antworten und kann entsprechend reagieren. Gerade das Mietrecht unterliegt häufigen Änderungen – auch die mietrechtliche Rechtsprechung durch den Bundesgerichtshof (BGH) sowie die örtlichen Amts- und Landgerichte unterliegt einem stetigen Wandel. Ein Fachanwalt für Mietrecht und Wohnungseigentumsrecht steht dem Mieter hier in allen mietrechtlichen Fragen außergerichtlich wie auch gerichtlich als Berater und Vertreter zur Verfügung.