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Anspruch auf Mietminderung bei durch Kondenswasser verfärbtes Parkett?

Im zugrundeliegenden Streitfall stellte Anfang April 2011 ein Münchner Ehepaar fest, dass sich in ihrer Wohnung in beiden Schlafzimmern unterhalb der Balkontüren Feuchtigkeit sammelte und in die erste Parkettreihe eindrang. Dies teilten sie ihrer Vermieterin mit. Ab August minderten sie ihre Miete um 5 Prozent, weil sich mittlerweile dunkle Verfärbungen im Parkett gebildet hätten.

Die Vermieterin wollte dies nicht akzeptieren – wenn überhaupt Feuchtigkeit vorhanden sei, ist dies auf das Verhalten der Mieter zurückzuführen, da diese die Wohnung auch nur unzureichend heizen würden.


Die Mieter klagten daraufhin vor dem Amtsgericht München auf Feststellung, dass ihre Minderung gerechtfertigt sei. Die Vermieterin erhob Widerklage auf Zahlung des rückständigen Mietzinses.


Mietminderung war nicht gerechtfertigt

Die zuständige Richterin wies die Feststellungsklage ab und sprach der Vermieterin den rückständigen Mietzins zu. Rein optische Beeinträchtigungen wie Verfärbungen am Parkett nach einer Kondenswasserbildung rechtfertigen keine Mietminderung, da dieser Mangel nur zu einer unerheblichen Minderung der Gebrauchstauglichkeit der Mietsache führt.

Die bloße Vermutung, dass sich unterhalb des Parketts Schimmel befinde, reiche für eine Minderung ebenfalls nicht aus, solange sich keine konkreten Anhaltspunkte dafür finden lassen (München. Amtsgericht München (AZ: 474 C 2793/12)).


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