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Pflichten vom Vermieter – welche Regeln gelten bei der Nutzung des Treppenhauses?

Das Treppenhaus in einem Mietshaus ist eine Gemeinschaftsfläche, für die es klare Regeln gibt. Nachfolgend geben wir einen Überblick darüber, was bei der Nutzung des Treppenhauses erlaubt ist, und was nicht. 

Das Treppenhaus als Gemeinschaftsfläche für alle Mietparteien

Im Gegensatz zur Wohnung, ist das Treppenhaus eine Gemeinschaftsfläche, die sich alle Mietparteien teilen – aber auch Gäste passieren den Flur auf dem Weg zu ihrem Gastgeber. Damit die gemeinschaftliche Nutzung des Treppenhauses harmonisch verläuft, gibt es klare Regeln.


Rücksicht nehmen

Häufig streiten Nachbarn darüber, ob und welche Gegenstände im Treppenhaus abgestellt werden dürfen. Fluchtwege müssen generell immer frei gehalten werden. Auch der Zugang der Nachbarn zu ihren Wohnungen darf nicht behindert werden. Eine Fußmatte darf jeder Mieter vor seine Wohnungstür legen. Schuhe dürfen ebenfalls vorübergehend vor der Türe abgestellt werden.

Eltern kleiner Kinder haben das Recht, einen Kinderwagen in der Nähe des Eingangs abzustellen. Es wurde gerichtlich beschlossen, dass Eltern nicht verpflichtet sind, den Kinderwagen jedes Mal die Treppen hinaufzutragen – gleiches gilt für Rollstuhlfahrer. Diese Regeln gelten sowohl für Mietshäuser als auch für Häuser mit Eigentumswohnungen.


Was nicht ins Treppenhaus gehört

Müllbeutel oder Getränkekisten sowie Kartons, Kisten und Wäschetruhen dürfen nicht dauerhaft im Treppenhaus abgestellt werden. Wer ganz oben unterm Dach wohnt, hat möglicherweise Glück: Wenn niemand gestört wird und der Vermieter es duldet, darf zum Beispiel ein Schuhschrank im Treppenhaus aufgestellt werden.


Die Treppenhausreinigung

Die tägliche Benutzung des Treppenhauses hinterlässt spuren – vor allem im Herbst und im Winter lassen sich Verschmutzungen nicht vermeiden. Die Pflicht zur Treppenhausreinigung liegt in der Regel bei den Mietern – oft ist reihum ein Reinigungsdienst vorgesehen. In welchen Abständen die Reinigung erfolgen soll, ist meist in der Hausordnung geregelt. Entgegen der verbreiteten Meinung gilt übrigens kein generelles Rauchverbot für den Hausflur. Aus Rücksicht auf Nachbarn und vor allem Kinder, sollte dennoch vom Rauchen absehen werden.