Pflichten vom Vermieter mehr wissen · besser mieten · schöner wohnen

Wichtige Gesetze für Wohnungseigentümer

Bei den neuen Gesetzen wie dem Bestellerprinzip oder der Mietpreisbremse fühlen sich Eigentümer auf den ersten Blick benachteiligt. Doch hält diese Einschätzung auch einer genaueren Betrachtung stand? Wir geben euch hier einen genauen Einblick in die Gesetzeslage.


Das Bestellerprinzip

Das Bestellerprinzip besagt, dass wenn Eigentümer ihre Wohnung vermieten wollen, sie den beauftragten Makler auch selbst bezahlen müssen. Dabei hat der Gesetzgeber ausgeschlossen, dass die Kosten hinterher auf den Mieter umgelegt werden können. Der Mieter zahlt die Maklercourtage nur dann, wenn er selbst ausdrücklich einen Makler damit beauftragt, eine neue Wohnung für ihn zu suchen.


Die Mietpreisbremse

In der Vergangenheit konnte bei neuen Mietverträgen ein hoher Mietzins weit oberhalb der ortsüblichen Vergleichsmiete verlangt werden. Die Mietpreisbremse schränkt diese Möglichkeit bei Neuvermietungen von Bestandswohnungen nun weitgehend ein.

Für Vermieter bedeutet dies, dass bei einer Neuvermietung darauf geachtet werden musst, ob der Standort der Wohnung vom jeweiligen Bundesland als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt eingestuft wurde.

Wurde eine umfassende Modernisierung durchgeführt, kann geprüft werden, ob aufgrund des Investitionsumfangs die Mietpreisbremse für diese Wohnung nicht mehr gilt.

Bei einer Neuvermietung in betroffenen Gebieten darf die Mietpreiserhöhung die Obergrenze von ortsüblichen Vergleichsmieten plus maximal zehn Prozent nicht übersteigen. Hat der bisheriger Mieter schon mehr bezahlt, als laut Mietpreisbremse verlangt werden könnte, muss bei einer Neuvermietung trotz Mietpreisbremse der Mietanspruch nicht runtergeschraubt werden – hier gilt eine Art Bestandsschutz.


Das Hausrecht liegt beim Mieter

Mit der Wohnungsübergabe tritt der Vermieter das Hausrecht an den Mieter ab. Das heißt, dass der Vermieter ohne Wissen und Zustimmung des Mieters die Mietimmobilie nicht betreten darf. In bestimmten Fällen steht dem Vermieter aber ein Besichtigungs- und Zutrittsrecht zu. Dies ist der Fall, wenn zum Beispiel Reparatur- und Modernisierungsarbeiten in der Wohnung anstehen, oder wenn die Wohnung einem Nachmieter oder Kaufinteressenten gezeigt werden soll. Allerdings muss mindestens 24 Stunden im Voraus ein Termin mit dem Mieter abgesprochen werden.


Baumaßnahmen & Instandhaltung

Der vertragsgemäße Zustand einer Wohnung gehört zu den grundsätzlichen Rechten eines Mieters. Der Vermieter ist verpflichtet, die Wohnung instand zu halten. Mit Sonderklauseln im Mietvertrag kann der Vermieter einen Teil der Kosten für bestimmte Arbeiten an den Mieter übertragen. Diese Regelungen sind im aktuellen Mietrecht allerdings genau definiert und mit vielen Einschränkungen verbunden. Vermieter sollten also darauf achten, dass diese Klauseln dem gültigen Stand entsprechen.