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Auf das Hausrecht bestehen Der Mieter bestimmt, wer die Wohnung betreten darf

Das Hausrecht der gemieteten Wohnung hat ausschließlich der Mieter – allein der Mieter entscheidet, wer die Wohnung betreten darf und wer nicht. Wohnungsbesichtigungen sind daher nur mit Absprache des Mieters möglich. Ein Mieter, der seinen Vermieter aus der Wohnung schmeißt, könne nicht gekündigt werden, hat der Bundesgerichtshof entschieden. (Az.: VIII ZR 289/13). Denn wer unbefugt die Wohnung seines Mieters betrete, begehe Hausfriedensbruch. Das gilt auch für Vermieter, Makler, Hausverwalter oder Hausmeister, diese haben auf einen Zweitschlüssel oder Drittschlüssel kein Recht.


Der Vermieter darf die Wohnung nicht ohne konkreten Anlass und ohne Vorankündigung inspizieren – schon gar nicht in Abwesenheit des Mieters. Anderslautende Klauseln im Mietvertrag sind unwirksam. Der Vermieter hat aber das Recht, in regelmäßigen Abständen von ein bis zwei Jahren die Wohnung zu besichtigen. Hierzu bedarf es allerdings der Zustimmung des Mieters – der Besichtigungstermin muss rechtzeitig angekündigt werden. Tritt zum Beispiel ein Mangel an der Wohnung auf, hat der Vermieter ein besonderes Besichtigungsrecht – auch hier muss der Vermieter sich rechtzeitig ankündigen.


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